So finden Sie uns

Burg Spangenberg liegt bei der Annexe Erfenstein links des Speyerbaches im romantischen Elmsteiner Tal. Dieses Tal zweigt bei Frankeneck von der Bundesstraße 39 Neustadt an der Weinstraße -> Kaiserslautern in Richtung Johanniskreuz ab. Die nächste Ortschaft hinter Frankeneck ist Erfenstein, bekannt durch seine zwei sich gegenüber liegende Burgen Erfenstein und Spangenberg. 

Außer der geschilderten Autoanfahrt über Frankeneck gibt es zwei weitere Hauptzufahrtsstrecken ins Elmsteiner Tal: 

  1. über Johanniskreuz (Bundesstraße 48) und Elmstein 
  2. aus der Rheinebene via Maikammer (BAB 65 mit den Abfahrten Neustadt-Süd oder Edenkoben) über die so genannte Totenkopfstraße 

Der Ort Erfenstein ist von Neustadt (Endstation Bahnhof) aus auch mit öffentlichen Buslinien zu erreichen. Auskunft erhält man unter

Telefon: 01805 – 8764636

Internet: Verkehrsverbund Rhein-Neckar

Mit der Deutschen Bahn AG können nur Hauptorte am Rande des Elmsteiner Tales erreicht werden: Für den Fernverkehr Neustadt an der Weinstraße, für den Regionalverkehr Lambrecht/Pfalz; von dort kommen Sie jeweils mit öffentlichen Busverbindungen weiter. Weitere Informationen können abgefragt werden unter

Internet: www.der-takt.de

Außerdem fährt  das so genannte Kuckucksbähnel ins Elmsteiner Tal. Diese romantische Museumsbahn verkehrt nur an bestimmten Betriebstagen (meist an den Wochenenden)  zwischen Neustadt und Elmstein mit Zwischenhalt in Erfenstein.

 Weitere Informationen unter

Telefon: 06321 – 30390 oder 06325 – 8626

Telefax: 06321 – 398162

Internet: www.eisenbahnmuseum-neustadt.de

eMail: info@eisenbahnmuseum-neustadt.de

Burg Spangenberg liegt darüber hinaus im Kreuzungspunkt mehrerer Wanderwege. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die topographische Karte 1:25000 Lambrecht (Pfalz) – Elmstein
 

Besondere Hinweise

  1. Die Burg ist über den Alten Burgweg nur zu Fuß zu erreichen. PKW-Zufahrten (durch den Wald) bedürfen in jedem Falle unserer Zustimmung; eine Buszufahrt ist grundsätzlich nicht möglich.
  2. Der Aufstieg ist ausgeschildert. Er dauert etwa 10 Minuten
    (bei ca. 80 m Höhendifferenz). 
  3. Bei Dunkelheit wird der Alte Burgweg beleuchtet.

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Umgebung der Burg

Aus Platzgründen kann an dieser Stelle nur auf das eingegangen werden, was im unmittelbaren Burgbereich von Spangenberg liegt und was vom Verein Burg Spangenberg betreut wird. Für Burgenfreunde kommen infrage:

  1. Burgruine Erfenstein
  2. Burgruine Breitenstein

Burginteressenten seien bei beiden besonders die oberen (=älteren) Burgteile zur Besichtigung empfohlen. Für weitere Informationen sei auf unsere Broschüre Burg Spangenberg und der 3-Burgen-Rundweg hingewiesen (s. Unsere Angebote, Literatur).

3-Burgen-Rundweg

Der 3-Burgen-Rundweg verläuft auf beiden Seiten des Speyerbachtales zwischen Erfenstein und Breitenstein. Seine Länge beträgt ca. 7 km mit wiederholten Auf- und Abstiegen. Wanderer sollten mindestens zwei Stunden einplanen, abhängig davon, wie lange man bei den einzelnen Besichtigungspunkten verweilen will. Unsererseits empfehlen wir, die Rundwanderung in Erfenstein zu beginnen, mit dem Aufstieg zur Ruine Erfenstein (Hinweisschilder bzw. Markierung [Turm mit drei Zinnen]). Selbstverständlich kann auch in Breitenstein eingestiegen werden. Auch in umgekehrter Richtung kann die Strecke abgelaufen werden. Streckenbeschreibungen sind oben erwähnter Broschüre zu entnehmen oder den Streckentafeln in Erfenstein (am Anfang des Schankentales) bzw. in Breitenstein (an einem Felsen in der Nähe des Parkplatzes). Kartenversierte können sich auch an der topographischen Karte 1:25000 Lambrecht (Pfalz) - Elmstein orientieren. Einkehrmöglichkeiten gibt es im Forsthaus Breitenstein sowie auf Burg Spangenberg (s. Öffnungszeiten). In den Rundweg sind auf Spangenberger Seite selbstverständlich unsere burgeigenen Attraktionen mit eingeschlossen.


 
Stutgarten

Eine Besonderheit, und zumindest für die Pfalz eine Einmaligkeit, stellt der so genannte Stutgarten dar. Das ist eine Pferdekoppel, die 1505 angelegt wurde und die man in ihrer Ausdehnung immer noch erkennen und abwandern kann, obwohl dichter Wald heutzutage die ehemaligen Weidegründe bedeckt. Zum Verständnis muss man anfügen, dass das heutige Erscheinungsbild des Pfälzerwaldes wesentlich anders ist als im Mittelalter. Die heutigen dichten Wälder stammen aus gezielten Aufforstungen aus den Jahren nach 1820. Früher gab es hier selbstverständlich auch Wälder, aber diese waren weit lichter.
Trotzdem die berechtigte Frage: Warum hat man gerade hier eine Pferdekoppel angelegt? Die Erklärung ist in der Geschichte zu finden. Innerhalb seiner Stadtmauern besaß Speyer im Mittelalter zwei Souveräne: die Reichsfreie Stadt und das (Fürst-)Bistum. Wie so bei Nachbarn üblich, gab es wiederholt Streit, weil jeder Absprachen und Dokumente auf seine Art auslegte. Diese Streitigkeiten eskalierten dermaßen, dass sich Bischof Adolf von Nassau 1371 genötigt sah, sein Verwaltungszentrum von Speyer ins rechtsrheinische Udenheim (heute Philippsburg) zu verlegen, selbstverständlich ohne seine Rechte in Speyer aufzugeben. Damit gab es zwei fürstbischöfliche Zentren, die natürlich Nachrichten, Verordnungen usw. austauschen mussten. Und weil es eben kein Telefon, Fax oder E-Mail gab, war man auf eigene Kurierdienste angewiesen. Und dazu brauchte man Pferde. Daneben gab es ein fürstbischöfliches Dauerleiden: Geldmangel. Und so entschied der als sparsam bekannte Bischof Philipp I. (1504-1513), die benötigten Pferde hier selbst zu züchten. Das ist der Ursprung des Stutgartens. Die Ernennungsurkunde des 1. Stutmeisters Franz Hertel datiert vom 20. Januar 1505. In der Folgezeit dienten auf Spangenberg neun Stutmeister, d. h. die Verwalter des Stutgartens; in dieser Funktion mussten sie auf der Burg wohnen. Außerdem musste der Stutgarten innerhalb des Burgterritoriums, dem so genannten Burgbezirk, angelegt werden.
Das Besondere an der Pferdekoppel ist, dass man ihre Einfriedung, das ist die äußere Umzäunung, noch heute sehen kann, weil die Pfosten aus Stein waren. Hier widerspiegelt sich die Tatsache, dass Holz im Mittelalter kostbar war und dass Stein fast unbegrenzt witterungsunempfindlich ist. Außerdem gab es vor Ort Stein in Hülle und Fülle: Man gewann die monolithischen Pfosten, indem man herum liegende Sandsteinplatten spaltete (s. nachfolgend unter Steinbruch).
Ursprünglich wies die 650 m lange Umzäunung (= 2,72 ha) 216 Pfosten auf. Davon sind nur 6 komplett erhalten. Rund die Hälfte fehlt ganz, und die restlichen Pfosten sind umgestürzt und größtenteils zerbrochen. Mit Zustimmung des Landesamtes für Denkmalpflege durfte der Verein 1999 an zwei Stellen die Einfriedung restaurieren, nachdem zwei Jahre zuvor das ganze Areal unter Denkmalschutz gestellt worden war.
Weitere Einzelheiten entnehme man der Broschüre "Der Stutgarten bei Burg Spangenberg" (siehe unsere Angebote, Literatur).


 
Burgbrunnen

Bei der Beschreibung der Burg (s. Aus der Baugeschichte) war bereits auf das Problem der Wasserversorgung eingegangen und dabei auch der Burgbrunnen erwähnt worden. Die Existenz dieses Burgbrunnens war natürlich ausschlaggebend gewesen, dass man an dieser Stelle den Stutgarten überhaupt anlegen konnte. Zwar liegt der Burgbrunnen außerhalb der eigentlichen Koppel, aber das Wasser fließt (noch heute) durch sie hindurch. Der Burgbrunnen fasst eine Hangquelle. Von der Außenkante ragt er 5,40 m in den Berg hinein. Er ist innen in Trockenmauertechnik aufgesetzt, mit großen Sandsteinplatten als Abdeckung. Alles ist mit Erde überdeckt. Der Giebelbalken trägt in verschnörkelten Ziffern die Jahreszahl 1579.


 
Steinbruch

Hierunter sollte man sich nicht einen der unzähligen Steinbrüche vorstellen, die es im Pfälzerwald gibt, mit hohen, senkrechten, glatt gespaltenen Wänden; Steinbruch ist unsere Bezeichnung jener Stelle auf dem Grat des Schlossberges, wo noch Pfostenrohlinge liegen. Wie zuvor erwähnt, spaltete man Sandsteinplatten zur Pfostengewinnung. Das tat man wohl überlegt. Denn es ist klar, dass jener Sandstein, der Jahrmillionen an der Oberfläche jeglichen Verwitterungsangriffen widerstanden hat, besonders hart und als Baumaterial willkommen ist. Oben im Steinbruch liegt so eine gespaltene Sandsteinplatte. An ihr kann man wunderbar die mittelalterliche Pfostengewinnung studieren. Man schlug mit dem Spitzeisen oder mit Hammer und Meißel so genannte Keiltaschen, Vertiefungen von 5 – 10 cm, in einer Reihe dicht angeordnet. Dort hinein setzte man Metallkeile, und wie beim Holzklöben spaltete man den Stein. Im rekonstruierten Teil des Stutgartens findet man übrigens noch einen Pfosten, der diese Keiltaschenreihe aufweist, aus unbekannten Gründen aber daneben spaltete. Auch die höchst unterschiedliche äußere Form der Pfosten ist so erklärlich. Die Platten entsprachen keiner DIN-Norm! Die Lage des Steinbruches ist auf den Schildern des 3-Burgen-Rundweges eingezeichnet (etwa 5 Gehminuten vom Burgbrunnen entfernt).

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